Allergie Behandlung

Behandlung der Symptome:
– lokale Behandlung der Nase, der Augen und der Atemwege (Sprays und Tropfen).
– Behandlung durch Tabletten (Antihistaminika) oder vergleichbarem Saft für Kinder.
Hierdurch können jedoch lediglich die Symptome gelindert werden, eine Behandlung der Erkrankung „Allergie“ ist hierdurch nicht möglich.

Eine Symptombehandlung mit intramuskulär injizierten Langzeit-Gluko-Cortikoiden, oft von Patienten auch als „Allergiespritze“ genannt, löst erhebliche Folgeprobleme (Nebenwirkungen) aus. Aus diesem Grund führen wird diese Behandlung nicht durch, in der Regel lassen sich gute Alternativen finden.

Vermeidung der die Allergie auslösenden Substanzen, falls dies möglich ist. Hier ist eher an sogenannte „Kreuzallergien“ durch Lebensmittel zu denken, z.B. beinhalten Kernobst, Steinobst, aber auch Möhren, Sellerie, Nüsse und auch Erdnüsse Eiweiße, die den allergieauslösenden Eiweißen der Pollen frühblühender Bäume (Birke,Erle,Hasel) so ähnlich sind, dass sie bei einem Allergiker gegen Frühblüher auch beim Genuss dieser Lebensmittel zum Teil zu bedrohlichen Schwellungen im Mund und Kehlkopfbereich bis hin zum anaphylaktischen Schock führen können.

Gemüse verlieren diese Eiweißsubstanzen durch Kochen. Nüsse sind dagegen Hitzestabil !!  Sie sind auch im gebackenen Kuchen eine Gefahr.

Die einzige von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) anerkannte Behandlung der Allergie besteht in der Spezifischen Immuntherapie , der Hyposensibilisierung (SIT).

In der Regel kann eine Hyposensibilisierung ab dem 6. Lebensjahr erfolgen, bei erheblicher Problematik im Kleinkindesalter wird die Hyposensibilisierung in speziellen Zentren auch schon bei jüngeren Kindern durchgeführt.

Vor einer Hyposensibilisierung ist in jedem Fall-  besonders auch bei erwachsenen Patienten-  eine genaue Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes zu überprüfen. Bestimmte Erkrankungen sowie auch die Einnahme bestimmter Medikamente schließen eine Hyposensibilisierungsbehandlung ganz oder teilweise aus.

Formen der Hyposensibilisierung

Hierbei wird der Eiweißbestandteil, gegen den eine allergische Überreaktion des Abwehrsystems beim Kontakt (z.B. über die Schleimhäute der Nase / Brochien) ausgelöst wird, in hochgereinigter, teils auch veränderter Form dem Körper zugefügt.

  • SCIT – subcutane Immuntherapie über eine Injektion flach unter die Haut an der Oberarmrückseite einige Zentimeter über Ellenbogengelenk. Diese Behandlung muß von einem Arzt in der Praxis durchgeführt werden, verbunden mit einer Wartezeit nach der Injektion in der Praxis von mindestens 30 Minuten.
  • SLIT – sublinguale Immuntherapie.  Tägliche Aufnahme des Allergens über die Schleimhaut des Mundvorhofes (Unterlippe- Zahnreihe) zu Hause nach einer in der Praxis kontrollierten  Ersteinnahme:           a) in Tropfenform (nicht für alle Allergene verfügbar)                                                                                                                                                   b) als schnell auflösbare Tablette (bisher nicht für alle Allergien verfügbar)

Eine Hyposensibilisierung erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren.

Die Hyposensibilisierung in Form der SCIT (Injektionsbehandlung) kann je nach Allergen vor einer Pollenflugsaison als Kurzhyposensibilisierung in wöchentlichem Abstand oder ganzjährig in monatlichem Abstand (jeweils nach einer kurzen wöchentlichen Aufbauphase) erfolgen.

Bildnachweis

C- DzoPhotography , Erstellungsdatum 08.01.2016, Quelle iStockphoto

 

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